Integrale Bauplanung und Industriebau | Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement

Technische Universität Wien

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Modulare Bauweisen – Eine Möglichkeit Qualität zu steigern und Zeit auf der Baustelle vor Ort zu sparen, oder eine Einschränkung der architektonischen Freiheit durch den Einsatz einer gescheiterten Konstruktionsstrategie?   Leitartikel von Herrn Prof. Achammer in der „Deutschen BauZeitschrift“


Schon seit den 1920er-Jahren ist der Modulbau – die industrielle Fertigung von Häusern– ein Thema, das die Gemüter spaltet. Nahezu täglich bescheren uns die sogenannten „Raumfabriken“ hitzige Diskussionen. Wir Architekten sollen Häuser wie Autos bauen? Industriell und seriell? Was für viele so zynisch klingt, entpuppt sich mehr und mehr als clever. So clever sogar, dass in der dadurch angestoßenen kulturellen Veränderung eine Chance liegt. Und zwar wohl die letzte Chance, die Steinzeitindustrie des Planens und Bauens aus den eigenen Reihen heraus zu disrupieren, bevor es andere tun. Diese Anderen stehen schon in den Startlöchern, während der kreative Architekt noch darüber grübelt, ob er durch die Erstellung modularer Räume, die abseits der Baustelle standardisiert zusammengebaut und dann schlüsselfertig zum Ort ihrer Bestimmung gebracht werden, nicht zum reinen Industriedesignermutiert. Wo die einen die Beschränkung in ihrer architektonischen Freiheit fürchten, sehen die anderen die Möglichkeiten der Kreativität ungebrochen und fragen nach dem „Warum erst jetzt?“.

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