Integrale Bauplanung und Industriebau

Interpretationsregeln von Architekturentwurf für Tragwerksplanung

Architekten und Tragwerksplaner haben unterschiedliche Betrachtungsweisen von Bauteilen, in der Darstellung von architektonischen (physischen) Bauelementen (z.B. Wand, Stütze) und Bauelementen des Tragwerks (analytisch) (Wand als Fläche, Stütze als Stab). Verschiedene Interpretationen finden zwischen einem Architekturentwurf und Tragwerksentwurf statt. Um ein Tragwerksmodell, anhand eines gegebenen Architekturmodells, in einem 3D Modellierungsprogramm (z.B. Scia, RFEM) erstellen zu können, müssen Bauingenieure viele intuitive Interpretationen durchführen. Diese Prozesse sind in der Regel erfahrungsbasiert, der Planungsprozess folgt der intuitiven Denkweise. Das Ziel dieser Arbeit ist, diese Intuitiven Modellierungsschritte in der Tragwerks-Modellerstellung zu verstehen, zu dokumentieren und zu analysieren.

In einem kooperativen Arbeitsablauf mit Ingenieurbüros sollen drei Fallstudien durchgeführt werden. Durch den Vergleich zwischen den Modellen der Ingenieurbüros und des selbst modellierten, können schrittweise Interpretationsprozesse dokumentiert und daraus Interpretationsregeln abgeleitet werden.

Projektablauf:

I) Literatur Recherche

II) Drei Fallstudien modellieren (Tragwerksmodell)

III) Interpretationen Vergleich und Analyse

IV) Interpretationsregeln definieren

Ziel:

Dokumentieren und identifizieren von Interpretationsregeln der intuitiven Tragwerksmodellerstellung. Entwicklung einer Prozessbeschreibung, welche als Grundlage einer Modellübertragung-Automatisierung dienen kann.

Methode:

Modellieren, Analyse, Auswertung, Beschreibung, Interviews und Systematisierung

Zeitraum:

Beginn ab sofort 10.2019

Weitere Informationen:

Kontakt: goran.sibenik@tuwien.ac.at

Die Diplomarbeit wird im Rahmen des Forschungsprojektes "AEC_Ontologies" vergeben.