Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung

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INFO Interdisziplinäre Forschung zur Energieoptimierung in Fertigungsbetrieben

Dieses Projekt befasst sich mit der Energieoptimierung in Fertigungsbetrieben. Im ersten Schritt soll durch energetische Analyse und Erstellung von Simulationsmodellen der Mikrostrukturen von Produktionsbetrieben (Prozesse und Einzelmaschinen) Optimierungspotential generiert werden. Die Ergebnisse fließen in Produktionssysteme und Hallenlayout ein. Die Zusammenführung der einzelnen Ebenen ergibt schlussendlich eine Gesamtsimulation, mit welcher der minimale Energieverbrauch entlang der Wertschöpfungskette berechnet werden kann.

Das Projekt INFO  betrachtet Strom-sparende Produktionsprozesse, TGA-Systeme, welche die erneuerbaren Energien sowie Produktionsabwärme nutzen und innovative, durch die integrierte Photovoltaik Energie-produzierende Gebäudehülle, in einer Gesamtsimulation.

Projektkoordination:
Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik, Technische Universität Wien

Projektpartner:
Institut für Rechnergestützte Automation, TU Wien
Institut für Hochbau und Technologie, TU Wien
Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement, Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung, TU Wien
Institut für Architekturwissenschaften, TU Wien
Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen, TU Wien
Institut für Thermodynamik und Energiewandlung, TU Wien
AMS Engineering GmbH
ANGER MACHINING GmbH
CNC Profi Maschinen-Handels-Ges.m.b.H.
Drahtwarenhandlung Simulation Services
EMCO Maier Ges.m.b.H
ENGEL AUSTRIA GmbH
Hoerbiger Ventilwerke GmbH & Co KG
Krauseco Werkzeugmaschinen GmbH&Co
Pink Energie und Speichertechnik GmbH
Siemens AG Österreich

Fördergeber:
FFG, Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „NEUE ENERGIEN 2020“


Wenn bei den Anforderungen für die Planung von Produktionsstätten in der Vergangenheit der Schwerpunkt auf der Flexibilität und Erweiterbarkeit lag, gewinnen heute Energieeffizienz sowie niedrige Lebenszykluskosten zunehmend an Bedeutung.  Die Ursachen sind vielfältig: steigende Unsicherheit in der Energieversorgung durch politische Abhängigkeiten, die Verschärfung der EU-Anforderungen in punkto Reduktion des CO2-Ausstoßes zwecks Klimaschutz und das durch den medialen Druck doch steigende Bewusstsein für Ressourcen-knappheit und Umweltschutz. Der Wunsch der Bauherren nach Minimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs machte sich in der letzten Zeit stark bemerkbar.  Unter den im Industriebau gängigen Rahmenbedingungen der niedrigen Herstellungskosten und kurzen Planungs- und Bauzeit werden die Planer dadurch mit besonders schweren Aufgaben konfrontiert.

Die Entwicklung der Maßnahmen zur Energieeffizienz soll schon in den frühen Planungsphasen stattfinden – die Aufbringung des Industriebau-Bestands auf State of the Art ist wegen der Störung des Produktionsprozesses sehr kostspielig bis unmöglich. Die Planung für energieeffiziente industrielle Gebäude verlangt nach zahlreichen Simulationen, da Energiebedarf und Wärmeeinträge gleichzeitig auf mehreren Ebenen entstehen: auf dem Niveau der Maschine selbst sowie jenem der Fertigungsprozesse und der Gebäude-Nutzung. Oft wissen die Betriebe selbst nicht, wie viel Energie sie verbrauchen – die Messung und Veranschaulichung des Verbrauchs soll zur Bewusstseinsbildung sowie Erörterung der Einsparpotentiale beitragen und die Erarbeitung der Maßnahmen für Energie-Effizienz initiieren.  Deshalb gelten die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Lebenszyklus-orientierte, Integrale  Planung als wichtigste Hebel innerhalb eines derartigen Planungsprozesses.